Einleitung
Worum geht es in diesem Text?
3 Schritte, die du jetzt gehen solltest!
Du hast eine Frau mit Bindungsangst kennengelernt. Jetzt fragst du dich, wie du ihr Herz erobern kannst. Doch du merkst, dass sie immer wieder in die Distanz geht, obwohl du dir gerne eine Beziehung mit ihr wünschst. In diesem Text möchte ich dir einige Tipps mitgeben, wie du ihre Bindungsangst auflösen kannst. Dafür gebe ich dir eine Anleitung in drei grundlegenden Schritten.
Worum es NICHT in diesem Text geht!
In diesem Text geht es nicht darum, sie im traditionellen Sinne zu erobern. Diesen Gedanken solltest du erstmal vergessen. Normale Flirttipps werden dir hier nicht helfen. Denn ein tiefer liegendes Problem steht euch im Weg. Ihre Bindungsangst. Dadurch könnt ihr euch nicht wirklich näherkommen. Es ist so schwierig, überhaupt eine Bindung aufzubauen. Auch wenn ihr ein perfektes Match wärt, würde die Bindungsangst euch immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen.
Bindungsangst hat viele verschiedene Ursachen!
Dabei solltest du wissen, dass Bindungsangst viele verschiedene Ursachen hat. Je nachdem welcher Ursache Typ bei ihr vorliegt, solltest du dich unterschiedlich verhalten. Im ersten Schritt geht es darum, diesen Ursachen Typ bei ihr genau zu finden.
Schritt 1 Finde die Ursache der Bindungsangst
Wie findest du ihren Bindungsangst Typ heraus?
Welche Anhaltspunkte verraten dir ihren Bindungsangst Typ?
Warum ein Bindungsängstler Angst vor Bindungen hat, kann sehr stark variieren. Manche Bindungsängstler fürchten eher die Nähe. Andere fürchten, dass sie von einem Partner verlassen werden könnten. Wiederum andere haben die Angst, vom Partner nicht wirklich geliebt zu werden. Deshalb gibt es auch keinen pauschalen Ratschlag, wie du eine Bindungsängstlerin erobern kannst.
Zuerst solltest du genau identifizieren, welcher Bindungsangst Typ sie ist. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Anhaltspunkte. Zum einen die Bindungsmuster aus ihrer Kindheit. Zum anderen die Trigger Momente, wodurch ihre Bindungsangst aktiv wird. Gerade auch durch dein Verhalten ihr gegenüber. Aus diesen beiden Informationen kannst du dir ein genaues Bild von ihrer Bindungsangst machen.
Schau dir genau ihre Kindheit an!
Die Bindungserfahrung, die wir als Kinder mit unseren Eltern machen, prägen unser Bindungsmuster. Dieses Bindungsmuster tragen wir unser Leben lang in uns. Sobald wir eine Partnerschaft eingehen, werden diese Muster wieder aktiviert. Das führt dann nicht selten zu Problemen. Jetzt bist du in ihr Leben getreten und eine Beziehung steht im Raum. Die Verhaltensstrategien, welche sie als Kind mit ihren Eltern lernte, werden durch dich wieder aktiv.
Frage dich also, welches Verhältnis hatte sie zu ihren Eltern als Kind? Gab es dabei traumatische Erfahrungen? Was hat sie dir von ihren Familienverhältnissen bereits erzählt? Wie ist das jetzige Verhältnis zu ihren Eltern und Geschwistern? Wie zeigt sich ihre Prägung im Verhalten dir gegenüber? Versuche dir ein genaues Bild zu machen. Entweder durch Gespräche mit ihr, oder indem du dir einfach anschaust, wie sie mit ihren Eltern interagiert.
Schau dir genau ihre Trigger an!
Auch hier solltest du dir einige Fragen stellen: In welchen Momenten geht sie in die Distanz? Welche Situationen sind dem oft vorangegangen? Wie hast du dich in diesen Situationen ihr gegenüber verhalten? Am besten stellst du diese Fragen, wenn ihr gerade eine Krise oder einen Streit hattet. Auch wenn du merkst, dass sie plötzlich gereizt, wütend oder emotional auf etwas reagiert. Schaue immer, was dem voran ging und versuche zu verstehen, warum sie sich so verhält.
Hier ein Beispiel. Nehmen wir an, du sagst ihr, dass du am Wochenende wenig Zeit hast. Vielleicht, weil du an etwas Wichtigem arbeiten musst. Je nach Bindungsangst Typ wird sie unterschiedlich darauf reagieren. Wenn sie als Kind von ihren Eltern oft allein gelassen wurde, kann das ein Trigger für sie sein. Sie wird dann wahrscheinlich sehr verletzt reagieren. Dann wirst du schnell als kalt und lieblos empfunden. Und das obwohl du nur eine gesunde Grenze ziehst, da du am Wochenende arbeiten musst.
Bei einem anderen Bindungsangst – Typen kann die gleiche Handlung aber eine ganz andere Reaktion erzeugen. Wenn sie zum Beispiel als Kind Helikopter Eltern hatte, welche sie mit Liebe erdrückt haben. Wenn du ihr dann schreibst, dass du am We keine Zeit hast, wird sie das eher begrüßen. Sie wird sich dann freuen, mal wieder Zeit für sich zu haben. In diesem Fall kann es wiederum sein, dass Nähe und Zuneigung Bindungsangst triggert.
Du siehst also, es gibt viele verschiedene Typen von Bindungsangst. Je nachdem, welche Ursache aus der Kindheit vorliegt, unterscheiden sie sich. Wenn du diese Typen kennst, kannst du Schritt 2 einleiten.
Schritt 2 Trigger neutralisieren
Löse ihren Trigger bewusst aus!
Führe sie in ihre Ängste
Nun geht es darum, sie langsam in ihre Ängste rein zu führen. Das kannst du tun, indem du sie bewusst triggerst. Denn dann werden die traumatischen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit wieder aktiv, die sie in der Bindung zu ihren Eltern gemacht hat. Dadurch wird sie mit den Ängsten und Gefühlen aus dieser Zeit konfrontiert. So hat sie die Chance, diese Ängste zu verarbeiten und mit der Zeit zu neutralisieren.
Trigger sie in einer gesunden Dosis
Du solltest sie immer in einer gesunden Dosis triggern. Einerseits so, dass du sie nicht zu sehr überforderst. Achte darauf, dass du ihr Raum gibst ihre Gefühle zu verarbeiten. Andererseits solltest du auch nicht den Fehler machen, sie zu wenig zu triggern. Ansonsten wird der Leidensdruck in ihr nicht groß genug sein, um etwas verändern zu wollen. Viele Paare tappen in diese Falle. Sie versuchen, um jeden Preis die Trigger des Gegenübers zu vermeiden. So schaffen sie es nicht, klare Grenzen zu ziehen. Dadurch fehlt die notwendige Reibung in der Beziehung, um Veränderung zu erzeugen.
Schaue, wie sie mit ihren Triggern umgeht!
Schaue, wie sie reagiert, sobald sie getriggert ist. Wälzt sie alle Verantwortung auf dich ab und macht dir permanent Vorwürfe? Wenn ja, ist das eine klare Red Flag. Denn es ist sehr wichtig, dass sie in ihrer Bindungsangst reflektiert ist. Nur dann wird sie auch Wege finden, diese zu heilen. Lass ein bisschen Zeit vergehen und beobachte die Entwicklung langfristig. Wenn sie dich wirklich liebt, wird sie anfangen, ernsthaft an sich zu arbeiten. Wenn nicht, solltest du es mit ihr besser bleiben lassen.
Nutze diese Methode verantwortungsvoll!
In einer anderen Person Trigger auszulösen, kann sehr schmerzhafte, traumatische Erinnerungen hervorholen. Deshalb ist es wichtig, dass du diese Methode niemals manipulativ benutzt. Es geht darum, ihr zu helfen, ihre Bindungsangst aufzulösen. Nicht sie erneut zu traumatisieren. Bleibe deshalb immer in einer grundlegend liebevollen Kommunikation mit ihr. Ruhig und gesammelt. Auch wenn du gleichzeitig eine klare Grenze ziehen musst. Ansonsten kann es sein, dass du ihre Bindungsangst weiter vertiefst.
Erklärung an 2 unterschiedlichen Beispielen
Wenn sie von ihren Eltern oft allein gelassen wurde
In diesem Fall wird sie getriggert, sobald du in die Distanz gehst. Sie möchte dann ständig Zeit mit dir verbringen, obwohl du diese gerade nicht hast. Wenn du das dann kommunizierst, reagiert sie mit Unverständnis und Vorwürfen. Sie wird emotional und bricht in Tränen aus. Wenn du eine Grenze ziehst, geht sie in die Distanz.
Dieser Moment ist entscheidend. Denn ihre Erfahrung des Verlassenseins aus ihrer Kindheit ist dann getriggert. Hier solltest du auf keinen Fall nachgeben. Bestehe auf den Raum, den du in eurer Beziehung brauchst. Dadurch wird sie weiter mit ihrem Trauma konfrontiert. Sie hat dann die Möglichkeit, dieses Trauma bewusst zu verarbeiten.
Denn wenn sie als Kind oft alleine gelassen wurden, war das ein schreckliches Versäumnis der Eltern. Doch jetzt ist sie erwachsen und selbstständig. Ihr getriggertes inneres Kind versteht das noch nicht. Dieses innere Kind sucht in dir die Liebe der Eltern, welche sie als Kind gebraucht hätte. Doch das ist nicht deine Aufgabe. Du bist ihr Partner, nicht ihr Vater oder ihre Mutter. Sie sollte verstehen, dass es nicht schlimm ist, wenn du mal deine eigene Zeit brauchst. Denn dann kann sie lernen, sich im Alleinsein besser anzunehmen.
Wenn die Eltern sie als Kind zu viel kontrolliert haben
In diesem Fall wird die Bindungsangst dann ausgelöst, sobald du ihre Nähe suchst. Manchmal reicht da schon eine einfache Liebesbekundung. Hier solltest du genau schauen, wie viel Nähe und Zuneigung für dich in einer Beziehung wichtig ist. Wenn du merkst, dass sie immer wieder mit Abneigung reagiert, sobald du deine Liebe zeigst, solltest du das klar kommunizieren.
Doch nicht nur die Kommunikation ist wichtig. Wenn sich ihr Verhalten nicht ändert, solltest du in die Distanz gehen. Denn es ist wichtig, dass du dein Herz schützt und dass sie deine Grenze merkt! So wird sie auch verstehen, dass sie dich durch ihr Verhalten verlieren kann. Der Leidensdruck in ihr wird dann größer und sie wird vor die Wahl gestellt. Entweder sie arbeitet an sich, oder wird dich verlieren.
Schritt 3 Arbeite an deinen eigenen Themen
Schaue dir deine Kindheit an!
Emotionale Unabhängigkeit aufbauen!
Damit die oben beschriebene Methode gut funktioniert, ist es wichtig, dass du in eine gute Verhandlungsposition kommst. Das heißt, dass du emotional eine gewisse Unabhängigkeit mitbringst. Du solltest jeder Zeit bereit sein, sie verlieren zu können. Nämlich immer dann, wenn du merkst, dass sie mit ihrem Verhalten deine Grenze überschreitet. Viele Menschen schaffen es nicht, diese klaren Grenzen zu ziehen. Meistens, weil sie Angst haben, den anderen dadurch zu verlieren.
Genau solche Ängste solltest du dir in deinem Leben anschauen. Fange an, mit deinem inneren Kind zu arbeiten. Denn wie gesagt, unsere Bindungsmuster kommen hauptsächlich aus der Kindheit. Versuche die Dynamik zwischen dir und deinen Eltern zu verstehen. Welche Verhaltensweise von ihnen haben dich traumatisiert? Wie war das Grundklima bei euch zu Hause? Gibt es einzelne oder mehrere Ereignisse, die dich geprägt haben?
Arbeit mit dem inneren Kind
Beginne einen therapeutischen Prozess
Als nächstes solltest du mit deinen Themen einen therapeutischen Prozess beginnen. Nehmen wir an, dass du starke Verlustängste hast. Vielleicht, weil ein Elternteil dich als Kind verlassen oder vernachlässigt hat. Nun ist es wichtig, mit diesem Anteil in dir in Kontakt zu treten. Dafür gibt es eine Menge unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten. Du kannst die gängigen Therapiemethoden aus der westlichen Welt nutzen. Aber auch alternative Therapiemethoden funktionieren wunderbar. Von Psychoanalyse, bis hin zu Feldenkrais oder Ayahuasca, die Palette ist groß.
Nutze die Methode auf dieser Website!
Zudem habe ich meine eigene Methode entwickelt, mit der du Themen zum inneren Kind heilen kannst. Diese Methode kannst du alleine zu Hause für dich machen. Dabei setzt du dich einfach in einer ruhigen Minute hin und machst eine bestimmte Meditation. Durch Hände auflegen und mit dem inneren Kind sprechen, kannst du dein inneres Kind beruhigen. Dafür habe ich Texte auf meiner Internetseite, falls du eine genauere Beschreibung möchtest.
